Spielgefühl
Schutz ist der Ritter in glänzender Rüstung. Du wirfst deinen Schild auf eine Gruppe Gegner, ziehst sie zu dir, weihst den Boden unter deinen Füßen und stehst dann wie eine Mauer zwischen Feind und Gruppe. Das fühlt sich sicher und kontrolliert an, auch wenn ringsherum Chaos herrscht.
Was den Schutzpaladin besonders macht, ist seine Fehlertoleranz. Er hat mehr Notfall-Knöpfe als die meisten anderen Tanks, heilt sich selbst und kann im Ernstfall Mitspieler mit Segen und Handauflegung retten. Wer zum ersten Mal tankt, findet hier einen sehr gnädigen Einstieg.
So funktioniert Schutz
Auch der Schutzpaladin baut Heilige Kraft auf, nutzt sie aber anders als Vergeltung:
- Gegner sammeln: Mit Schild des Rächers triffst du mehrere Gegner auf einmal und unterbrichst ihre Zauber.
- Boden weihen: Weihe legt eine Fläche unter dich, die Gegnern dauerhaft Schaden zufügt. Einige deiner Effekte wirken nur oder stärker, solange du auf deiner Weihe stehst.
- Heilige Kraft aufbauen: Richturteil, Hammer der Rechtschaffenen und andere Angriffe füllen sie auf.
- Ausgeben: Schild der Rechtschaffenen erhöht kurz deine Rüstung und ist dein wichtigster Schutz gegen Nahkampftreffer. Wort der Herrlichkeit heilt dich, wenn es brenzlig wird.
Dazu kommen große Abklingzeiten für gefährliche Momente. Wie gut ein Schutzpaladin ist, zeigt sich vor allem daran, wann er welche Abklingzeit zündet.
Typische Fähigkeiten
- Schild des Rächers: der Schildwurf, der von Gegner zu Gegner springt und dabei Zauber unterbricht.
- Schild der Rechtschaffenen: schlägt Gegner vor dir mit dem Schild und erhöht kurzzeitig deine Rüstung. Verbraucht Heilige Kraft.
- Weihe: weiht den Boden unter dir und fügt Gegnern darin Schaden zu.
- Wort der Herrlichkeit: heilt dich oder einen Verbündeten mit Heiliger Kraft.
- Unermüdlicher Verteidiger: verringert erlittenen Schaden und bewahrt dich einmalig vor einem tödlichen Treffer.
- Wächter der Uralten Könige: halbiert für einige Sekunden den Schaden, den du nimmst.
Lore: Schild der Silbernen Hand
Der Schutzpaladin steht für die Idee, dass ein Paladin vor allem andere beschützt. Schon die Ritter der Silbernen Hand schworen, die Schwachen zu verteidigen. Ein bekanntes Beispiel ist Turalyon, der mit der Armee des Lichts über lange Zeit gegen die Brennende Legion kämpfte, bevor er nach Azeroth zurückkehrte.
Der Name „Wächter der Uralten Könige“ erinnert an die Helden der Vergangenheit, deren Geister dem Paladin beistehen. In Midnight bekommt die Spezialisierung durch Quel'Thalas eine weitere Facette: Die Blutritter verteidigen dort Silbermond, und die Blutelfen kämpfen um den Sonnenbrunnen.
Stärken und Schwächen
Stärken
- viele Abklingzeiten und Notfall-Knöpfe, sehr fehlertolerant,
- Selbstheilung über Wort der Herrlichkeit,
- Schild des Rächers sammelt Gegner und unterbricht Zauber,
- starke Gruppenhilfe durch Segen, etwa um Mitspieler vor Schaden zu schützen.
Schwächen
- Weihe bindet dich an einen Ort, ständiges Umpositionieren kostet Schutz,
- Heilige Kraft musst du zwischen Rüstung und Heilung aufteilen,
- weniger Schaden beim Solo-Spiel als Vergeltung.
Für wen ist der Schutzpaladin geeignet?
Passt zu dir, wenn …
- du zum ersten Mal tanken möchtest und dir einen gnädigen Einstieg wünschst,
- du gern die Gruppe beschützt und Verantwortung übernimmst,
- dir das Bild vom Ritter mit Schild und Licht gefällt.
Eher nicht, wenn …
- du einen sehr mobilen Tank suchst, dann passt der Rachsucht-Dämonenjäger besser,
- du beim Tanken lieber mit Selbstheilung über Zeit als mit Rüstung und Abklingzeiten arbeitest.
Schutz, Heilig oder Vergeltung?
Der Paladin ist eine der wenigen Klassen, die alle drei Rollen spielen kann. Heilig heilt nah am Geschehen, Vergeltung macht Schaden mit Zweihandwaffe. Viele Schutzpaladine leveln mit Vergeltung und tanken dann in Dungeons.
Alle Tanks im Vergleich zeigt der Ratgeber Tank-Klassen in WoW Midnight. Mehr zur Klasse findest du beim Paladin in WoW Midnight.
Bilder: © Blizzard Entertainment, Inc. Quelle: worldofwarcraft.blizzard.com
