Spielgefühl
Heilig ist der Heiler, der gern in der ersten Reihe steht. Während Stoffträger sich hinten halten, stehst du in Plattenrüstung nah bei Tank und Gegnern, verteilst blitzschnelle Heilungen und greifst zwischendurch selbst an. Das fühlt sich weniger nach Lazarett und mehr nach Schlachtfeld an.
Typisch für den Heilig-Paladin sind direkte Heilungen. Statt Effekte über Zeit zu verteilen, reagierst du auf Schaden, wenn er passiert. Das ist leicht zu lesen: Ein Balken sinkt, du drückst, der Balken steigt. Gerade für den ersten Heiler ist das ein großer Vorteil.
So funktioniert Heilig
Der Heilig-Paladin nutzt zwei Ressourcen: Mana für die meisten Heilungen und Heilige Kraft für seine stärksten Effekte.
- Flamme des Glaubens setzen: Zu Beginn markierst du den Tank. Ab jetzt heilt jede direkte Heilung auf andere Mitspieler ihn automatisch mit.
- Heilige Kraft aufbauen: Heiliger Schock und Richturteil erzeugen Heilige Kraft, je nach Talenten auch einige Heilzauber.
- Heilige Kraft ausgeben: Wort der Herrlichkeit heilt ein einzelnes Ziel stark, Licht der Morgendämmerung heilt bis zu fünf verletzte Verbündete in deiner Umgebung.
- Notfälle: Handauflegung füllt ein Ziel sofort komplett auf, Zornige Vergeltung macht dich für eine Weile deutlich stärker.
Die Kunst liegt darin, Heiligen Schock nie lange ungenutzt zu lassen und dein Mana über einen langen Kampf zu strecken.
Typische Fähigkeiten
- Heiliger Schock: die Kernfähigkeit, eine sofortige Heilung oder ein Angriff, je nachdem, wen du ins Ziel nimmst. Erzeugt Heilige Kraft.
- Flamme des Glaubens: lässt deine Heilungen zusätzlich auf ein markiertes Ziel wirken.
- Licht der Morgendämmerung: heilt bis zu fünf verletzte Verbündete um dich herum und verbraucht Heilige Kraft.
- Lichtblitz: eine schnelle Heilung für Momente, in denen es eilt.
- Heiliges Licht: eine langsamere, sehr starke, aber teure Heilung, wenn du Zeit zum Wirken hast.
- Handauflegung: heilt ein Ziel sofort um seine gesamten Lebenspunkte, mit langer Abklingzeit.
Lore: Uther und der Ursprung der Paladine
Die ersten Paladine waren Heiler und Krieger zugleich. Erzbischof Alonsus Faol gründete den Orden der Silbernen Hand, um Priester-Wissen mit ritterlicher Kampfkraft zu verbinden. Sein erster Paladin, Uther der Lichtbringer, wurde zum Vorbild für Generationen: Ein Ritter, der seine Kameraden mitten im Kampf heilt, statt hinter den Linien zu warten.
Genau das ist die Fantasy des Heilig-Paladins. Heute folgen ihm Paladine vieler Völker, von den zwergischen Paladinen aus Eisenschmiede über die Blutritter aus Quel'Thalas bis zu den Sonnenläufern der Tauren, die das Licht als Kraft der Sonne An'she verehren.
Stärken und Schwächen
Stärken
- direkte, gut lesbare Heilungen, ideal zum Lernen,
- sehr robust für einen Heiler, du überlebst Fehler leichter,
- starke Hilfe für Tanks dank Flamme des Glaubens,
- starke Notfall-Knöpfe für dich und die Gruppe.
Schwächen
- weniger Flächenheilung als Priester oder Schamane, Licht der Morgendämmerung erreicht nur wenige Ziele,
- solo deutlich langsamer als Vergeltung oder Schutz,
- Mana wird in langen Kämpfen knapp, wenn du zu oft teure Heilungen nutzt.
Für wen ist der Heilig-Paladin geeignet?
Passt zu dir, wenn …
- du heilen möchtest, aber nicht nur hinten stehen willst,
- du einen robusten, fehlertoleranten ersten Heiler suchst,
- dir die Fantasy des heiligen Ritters gefällt, der seine Freunde beschützt.
Eher nicht, wenn …
- du am liebsten mit vorausschauenden Effekten über Zeit heilst, dann passt ein Wiederherstellungs-Druide besser,
- du ausschließlich aus großer Distanz spielen willst.
Heilig, Schutz oder Vergeltung?
Mit dem Paladin bekommst du alle drei Rollen in einem Charakter. Vergeltung macht Nahkampf-Schaden mit Zweihandwaffe, Schutz tankt mit Schild. Viele Heilig-Paladine leveln mit einer der beiden und wechseln für Dungeons auf Heilig.
Einen Überblick über alle Heiler findest du im Ratgeber Heiler-Klassen in WoW Midnight. Alles zur Klasse steht auf der Seite zum Paladin in WoW Midnight.
Bilder: © Blizzard Entertainment, Inc. Quelle: worldofwarcraft.blizzard.com
